Anlässlich der Finissage zur diesjährigen Fastenausstellung „HEIM.ArT“ am 26. März 2017 verfasste Roland Jordan gleichsam als Rückschau auf die gesamte Ausstellung und die stimmungsvolle Eröffnung folgendes Gedicht:

Das Wort des geistlich großen Assistenten
empfängt uns mild in düstrem Kirchendom.
Wir schweben über allen Elementen
der Erde, lassen seinen Sprachenstrom

als guten Grund gewähren. Da erscheint
grazil geschwungen eine Tänzerin.
Sie wirbelt über Marmorplatten hin,
indes Maria Welt und Christus eint.

Gedämpft gewaltig will die Orgel klingen
und Lieder führen uns zum Psalm der Weisen,
ihm erdenschwere Bilder abzuringen,
und Verse, die ihr buntes Wesen preisen.

Im Wohlklang klug geführter Meisterreden
entfaltet sich ein stimmig feiner Chor.
Ein Bischof bringt zum Schweigen alle Fehden
und füllt mit froher Botschaft unser Ohr.

 

Zur Fastenbesinnung mit Künstlerinnen und Künstlern im Dom von St. Pölten und zur Ausstellung „HEIM.ArT“ lud der Katholische Akademikerverband der Diözese St. Pölten (KAV) am Donnerstag, den 2. März in das Sommerrefektorium des Bistumsgebäudes. <!--break--> Kunst sei „eine Spur“, die zur Vielfältigkeit des Begriffes von Heimat führe, sagte Bischof Klaus Küng zur Eröffnung. Kunst könne dabei auch selbst zur Heimat werden, die viele Menschen mit bestimmten Bildern, Skulpturen, aber auch ganzen Bauwerken wie Kirchen verbinden. Begleitet wurde die Vernissage vom „gesangSverein theiss“ unter der Leitung von Michael Koller mit verfremdeten Heimatliedern und Sprechgesang.
 12 bildende Künstlerinnen und Künstler sowie 7 Literatinnen und Literaten präsentieren ihre Werke zum Ausstellungsthema „HEIM.ArT“.„Heimat“ sei heutzutage ein sehr strapazierter Begriff , so der KAV in seiner Einladung. Heimat bedeute mehr als Erde und Herkunft – nämlich Freundschaft, Beziehung und ein Miteinander. „Ich fühle mich dort zuhause, wo ich angenommen und geliebt bin.“ Auch die Freundschaft mit Gott biete ein Heimatgefühl. So schreibe etwa der Apostel Paulus seiner Lieblingsgemeinde in Philippi: „Unsere Heimat ist im Himmel.“ (Phil 3,20) Wir seien alle in der Liebe Gottes beheimatet, so der Einladungstext. „Das verbindet uns, das führt uns zusammen, so unterschiedlich ir auch sonst sind – und manchmal auch so fremd.“

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Die diesjährige Aschermittwochsandacht im NÖ Landhaus stand im Zeichen der Bitte an Gott, uns zu helfen, die Fastenzeit mit geläutertem Herzen beginnen zu können.
Propst Maximilian Fürnsinn bezeichnete das Aschenkreuz in seinen Begrüßungsworten als ambivalentes Zeichen, das einerseits auf den Tod hinweist im Sinne von „Asche zu Asche, Staub zu Staub“, andererseits aber als Zeichen für den auferstandenen Jesus auch für das Leben steht. Es widerspiegelt sozusagen die ambivalente Realität unseres Daseins.