Loslassen – Halt suchen und finden...

 

Traditionell wurde die Fastenzeit auch heuer wieder im Regierungsviertel mit einer Besinnung und Aschenkreuzfeier eröffnet, zu der die DPV-Landhaus in Zusammenarbeit mit dem Katholischen AkademikerInnenverband der Diözese eingeladen hatte.

Zelebrant Prälat Mag. Maximilian Fürnsinn, Propst des Stiftes Herzogenburg, machte in seiner heurigen Predigt bewusst, dass man sich über Besitz, gesellschaftliche Stellung, Macht, Beziehungen definiert und Eigentum und Leistung diese Identität zu garantieren scheinen. Tatsächlich sind wir gerufen, am Beginn dieser Zeit der Umkehr unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen und zu Gott zu überdenken. – Propst Maximilian nahm auf den Lesungstext des Propheten Jeremias Bezug, in welchem die Beziehung zu Gott als lebendige Quelle beschrieben wird, dem gegenüber das Speicher-Denken der Menschen, die schales Wasser lieber in brüchigen Zisternen bevorraten, steht. Tatsächlich gibt einem diese Gottesvorstellung jedoch keinen Halt. Da braucht es Vertrauen, dass Gott mir etwas schenkt und mir vermittelt: Du bist Freund des himmlischen Vaters. So gilt es, vermeintliche Sicherheiten loszulassen, neuen Halt zu finden und vor allem eine lebendige Beziehung zu Gott im Gebet zu suchen. – Im Tod, und daran soll ja auch die Bezeichnung mit dem Aschenkreuz erinnern, bleibt nur das Vertrauen, dass wir uns in Gottes Hand befinden.

 Nach der Austeilung des Aschenkreuzes stellte Mag. Karin Hintersteiner Projekte der Fastenaktion der Diözese vor. 

Musikalisch begleitet wurde der sehr gut besuchte Gottesdienst von der jungen, virtuosen Querflötistin Chiara Zoccola und Angelika Beroun-Linhart an der Orgel, deren Stücke mit dem hereinflutenden Sonnenlicht und den Texten eine für die Fastenzeit passende heitere Grundstimmung vermittelten, wie Propst Maximilian feststellte.