Leitbild

Positionen:

Mag. Dr. Angelika Beroun-Linhart, Obritzberg:
Die Mitglieder des KAV möchten nicht Kirche in der Kirche sein, sondern ihrer Verantwortung als Christen dieser Welt in bewusster Weise nachkommen. · Der Glaube an den ewigen Vater ermöglicht ihnen die Erfahrung von Geborgenheit in den verschiedenen Lebenssituationen, an welcher sie andere teilhaben lassen können. · Durch ihre Verwurzelung im persönlichen Glauben an Jesus, den Christus, der sie zu ihrem Dienst gerufen hat, möchten sie versuchen, am Aufbau von Gemeinschaft mitzuwirken. · Im Vertrauen auf den Geist Gottes, "der in unsere Herzen gegossen ist", (Gal 4,6) versuchen die Mitglieder des KAV ihre Verantwortung und den Ruf zur Mitwirkung wahrzunehmen, um den Anforderungen unserer Zeit gerecht werden zu können. (Der Dreischritt ist entnommen dem ersten Kapitel der Dogmatischen Konstitution über die Kirche - Das Mysterium der Kirche)
Zu den wesentlichen Zielen des KAV zählen:
1. Den Dialog mit Menschen suchen, die geistig aufgeschlossen sind, sowie mit solchen, die der Botschaft des Evangeliums fernstehen,
2. Kritische Reflexion von Werten unserer Gesellschaft
3. Auseinandersetzung mit der mystischen Dimension unseres Christseins (spirituelles Angebot)

Mag. H. Mauritius Lenz CanReg. (geistlicher Assistent), Herzogenburg:

Der Katholische AkademikerInnenverband (KAV) geht sehr bewusst in bestimmte Bereiche unserer Gesellschaft hinein, um sie mit Glaube und Kirche wieder mehr in Kontakt zu bringen. Das zeigen sein Wirken in der Vergangenheit und seine Vorhaben für die Zukunft.
Engagierte Frauen und Männer im KAV suchen im Geiste Jesu die Begegnung, das Gespräch und die Zusammenarbeit mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen, sowie mit anderen Religionsgemeinschaften. Sie bemühen sich, mit diesen in einer offenen Art, ohne Misstrauen und Berührungsängste und nicht apologetisch in den Dialog zu treten.
Die Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist, mit den Themen, welche die Literatur, das Theater und die bildende Kunst beschäftigen, die Stellung zu den brennenden Problemen in der Wissenschaft und Politik, zu kulturellen und religiösen Fragen, die Ökumene und der interreligiöse Dialog bedeuten für uns Christinnen und Christen eine enorme Herausforderung und manchmal sogar Überforderung.
Es ist nicht leicht, im Sog der großen Strömungen nicht unterzugehen. Genau deshalb bedarf es beherzter Christinnen und Christen, welche den sicheren Hafen verlassen und sich in die Weite des Meeres hinauswagen, welche die Begegnung mit dem Fremden nicht scheuen.

Mag. Johann Bruckner, St. Pölten-Radlberg:
Die Pluralität von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen und Lebensformen in den einzelnen Gesellschaften ist ein Merkmal der globalisierten Welt geworden. Auf diesem Hintergrund seien globale Konflikte nicht mehr durch politische Machtblöcke definiert, sondern durch Konflikte zwischen den Zivilisationen und Kulturen. Zu recht bestehe die Sorge, dass die Angehörigen monotheistischer Religionen mit ihrem Wahrheitsanspruch „im Namen Gottes“ immer mehr zu Gegnern werden. Sind wir unterwegs hin auf einen „Clash of Civilizations“, auf einen Kampf der Kulturen und Religionen?

Eine Alternative zu diesem Szenario kann nur ein Dialog der Kulturen und ein Dialog der Religionen sein.
• Verlangt ist daher, allen Formen von Antijudaismus und Anitsemitismus in Kirche und Gesellschaft entgegenzutreten und auf allen Ebenen den Dialog mit den jüdischen Geschwistern zu suchen und zu intensivieren (Charta oecumenica Nr. 10).
• Verlangt ist daher, den Muslimen mit Wertschätzung zu begegnen, in gemeinsamen Anliegen zusammen zu arbeiten und den Dialog auf allen Ebenen zu pflegen (Ch.oec. Nr. 11).
• Verlangt ist daher, die Religions- und Gewissensfreiheit anzuerkennen und dafür einzutreten, dass sie individuell und gemeinschaftlich, privat und öffentlich gelebt werden kann.

Ein Dialog der Religionen wird immer von konkreten Menschen gelebt oder verweigert. Ein Dialog der Religionen setzt zunächst eine klare Identität voraus, ein Wissen über den eigenen Standort. Wissen voneinander, die persönliche Befähigung zum Dialog und Mut zur Offenheit sind gefragt, nicht zuletzt auch der Mut zur spirituellen Freigiebigkeit.

Der KAV will als Gemeinschaft mündiger Christinnen und Christen, als „Kirche aus Verantwortung“ diese Herausforderungen sehen und nach seinen Möglichkeiten mitgestalten

HR Mag. Helmut Hagel, Horn:
Verantwortung sucht und gibt Antwort auf die Grundfragen nach dem Woher, Wohin und Wozu. Je mehr Fähigkeiten und Einflussmöglichkeiten einer hat, desto mehr Verantwortung hat er auch... Wir wollen Verantwortung tragen im kirchlichen und gesellschaftspolitischen Bereich und uns dort für die Gestaltung der Zukunft engagieren. Wir wissen um die Bedeutung, die das Zeugnis eines geglückten Lebens hat, und bemühen uns daher um ein Leben in der Nachfolge Christi... Wir suchen die Einheit in der Vielfalt und geben Raum auch für Kritik und abweichende Auffassungen. Da man zum Glauben und zum nachhaltigen Wirken Freunde/innen braucht, wollen wir in einer Gemeinschaft verwurzelt sein.

Ziele:
Der Katholische AkademikerInnenverband
der Diözese St. Pölten wendet sich an alle geistig Interessierten:

AkademikerInnen, kulturell Schaffende, MultiplikatorInnen, Intellektuelle ..

Als Teilbereich der Katholischen Aktion und des
Katholischen Akademikerverbandes Österreichs ist er parteipolitisch ungebunden.

Als Deutung des Kürzels wurde "Kirche aus Verantwortung" gewählt.

Im KAV versuchen geistig interessierte, kritisch denkende Menschen das Christentum überzeugend zu leben, eine Verstand und Herz verbindende Spiritualität zu pflegen, Gemeinschaft zu bilden und zum Aufbau der Gemeinden beizutragen. Sie nehmen am kulturellen Geschehen der Zeit Anteil, untersuchen es auf seinen humanen Beitrag und transzendenten Gehalt und engagieren sich im Sinne der Katholischen Aktion als einzelne und gemeinsam für kirchliche, wissenschaftliche, kulturelle und gesellschaftspolitische Aufgaben.

Der KAV will so in freier intellektueller Auseinandersetzung und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Wissenschaften und den geistigen Strömungen der Gegenwart seinen unverzichtbaren Beitrag zu menschlichen und sachgerechten Lösungen der Probleme in Gesellschaft und Zeit leisten. Dabei prüft er Überkommenes und Neues auf seine Verankerung in Bibel und Tradition und versucht Mittel und Wege, die zeitlose Botschaft des Ewigen Wortes, die Liebe Gottes in Jesus Christus, den Menschen der heutigen Zeit in für sie verständlicher und für sie hilfreicher Weise nahezubringen.

Christus hat um die Einheit Seiner Kirche gebetet. Darum ist uns Ökumene als ein offenes Aufeinanderzugehen der christlichen Kirchen, als ein geschwisterliches Miteinander in gegenseitiger Achtung und bei Wahrung der Eigenständigkeit ein ganz wichtiges Anliegen.

Der KAV sieht sich aber auch als kritisches Gewissen der Katholischen Aktion und der Kirche, ob diese - und Kirche sind wir alle - den Menschen für ihre Nöte und Bedürfnisse die richtigen Antworten und Hilfen aus dem unerschöpflichen Reichtum des Glaubens in rechter und hilfreicher Weise darbieten.

KAV in den anderen Diözesen Österreichs:
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