Adventbesinnung 2013

Liebe statt Adventkometen
Ökumenische Adventbesinnung am 2. Dezember 2013

Die Adventbesinnung in der Leopoldkapelle des NÖ Landhauses stand diesmal ganz im Zeichen der Sterne und Kometen.
In seiner Ansprache ging Superintendent Mag. Paul Weiland darauf ein, dass ein besonderes astronomisches Phänomen für den Advent 2013 angekündigt wurde. Eigentlich sollte der sogenannte Adventkomet, der alle hundert Jahre deutlicher zu sehen ist, am Morgenhimmel immer besonders hell glänzen. Diese Prophezeiung wird sich jedoch nicht erfüllen, da der Komet aufgrund seiner Nähe zur Sonne und der damit verbundenen Hitzeeinwirkung wesentlich an Glanzkraft verloren hat.

Mit ihm verhält es sich wie mit den meisten materiellen Zeichen in der Adventzeit, Die Sterne bzw. Lichter am Adventkranz, der Schmuck in den Häusern und Straßen, die verschiedenen Sitten und Bräuche – sie sind alles nur Symbole, die uns auf das hinweisen sollen, was kommen wird, das Höchste. So bereiteten schon damals die ersten Adventkränze, die noch mit so vielen Kerzen ausgestattet waren, wie der Advent Tage hatte, die Kinder auf das Weihnachtsfest vor. Eben eine solche Vorbereitung hat  eigentlich jeder von uns nötig und zwar eine innere Vorbereitung, um herauszukommen aus dem nivellierenden Trott, dem Alltag, in dem Geld und Technik wohl die wichtigste Rolle spielen (siehe auch Text der Schriftlesung: 1. Petr 1,7). Persönlicher Begegnung und Zuwendung wird viel zu wenig Bedeutung zugemessen. Wir sollten in der Zeit vor Weihnachten viel mehr auf den anderen zugehen, ihm Ermutigung und Zuversicht geben, die Menschen lieben und das Leben wertschätzen.
Nur so können wir wie Prl. Mag. H. Maximilian Fürnsinn gleich am Anfang der Besinnung forderte, aus unserer kleinen Welt der eigenen Bedürfnisse herausfinden und einen Weltadvent mit einem Blick für alle Menschen begehen.
In diesem Sinne hatten die Kinder des NÖ Landhauskindergartens ihr Märchenspiel „Sterntaler“ und das Lied „Heute leuchten alle Sterne“ vorbereitet.
Sehr stimmungsvoll und passend waren auch die Musikstücke, die die Akkordeongruppe der Musikschule Prinzersdorf (Siegi Binder, Stefan Haidinger, Philipp Marchhart und Stefanie Wieland) auf ihren Instrumenten spielten. Die stille Freude, die die rund 70 Besucher dieser Adventbesinnung in sich fühlen konnten, sollte in der Adventzeit weite Kreise ziehen und den Arbeits- und Alltagstrott erhellen.

Bericht und Fotos: Mag. Monika Berger