Christsein – Glaube oder Religion?

„Christsein im Schnittpunkt der Religionen, Kulturen und modernen Gesellschaften“

war das Thema eines Abends mit P. Henri Boulad am 27. September im Hippolythaus, der sehr viele Interessierte anzog.
Zuvor gestaltete unser geistlicher Assistent Herr Mag. Mauritius Lenz eine Andacht zum Thema „Dialog und Frieden“ in der Kapelle mit den passenden Texten (wie z.B. aus der Erklärung des II. Vaticanums über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra Aetate“) und Gesängen, musikalisch begleitet von Raphaela Judith Beroun am Violoncello und Dr. Angelika Beroun-Linhart an der Orgel.
Für die Mitveranstalter konnten beim anschließenden Vortrag Caritasdirektor Mag. Friedrich Schuhböck und der frisch ernannte Direktor des Hiphauses Mag. (FH) Mag. Erich Wagner-Walser begrüßt werden, der dann auch höchstpersönlich den Büchertisch betreute.
P. Henri Boulad ist kein Unbekannter – bereits vor etlichen Jahren war er einige Male bei uns zu Gast gewesen. Der hochdekorierte Jesuitenpater aus Alexandrien in Ägypten - Mystiker und Humanist - breitete in seinem spannenden Vortrag, aus dem Französischen übersetzt von Dr. Mildred Millischer, ein zur Sorge mahnendes Bild des Christentums aus, das viele Fragen über die Zukunft aufwirft – ist es letztlich eine Religion oder ein Glaube, eine Institution oder eine Inspiration, und wie wird sich der weitere Weg gestalten? Welche Identität und welche Haltung wird es in einer multikulturellen Gesellschaft einnehmen? - Und doch bleibt die Hoffnung, dass eine sich wandelnde und reformierende Kirche ihren Platz in der Welt behalten wird – wobei auch die Form eine ganz andere werden kann…
Bei der anschließenden Agape ergaben sich bei Brot und Wein noch viele anregende Gespräche.

Bericht: Dr. Angelika Beroun-Linhart