Ökumene: "Wir sind berufen, die großen Taten des Herrn zu verkünden"

„Die Kirchen verbindet viel mehr als uns trennt“, sagte der katholische Vertreter und Ordinariatskanzler Gottfried Auer beim Gottesdienst in der St. Pöltner Landhauskapelle anlässlich der „Weltgebetswoche zur Einheit der Christinnen und Christen“. Er erinnerte dabei an den Glauben an Jesus Christus, die Bibel als gemeinsame Grundlage, die Taufe, viele Gebete oder alte Glaubensbekenntnisse. Ein Aspekt sei den Initiatoren der Weltgebetswoche besonders wichtig: Wir alle sind „berufen, die großen Taten des Herrn zu verkünden.“ (1 Petrus 2,9). Dieses Motto sowie die liturgischen Texte wurden von den Christen aus Lettland vorbereitet.

Gott binde sich an uns Menschen, er wolle für uns da sein. Zentral müsse es laut Auer daher für die Ökumene sein, Gottes große Taten zu verkünden. Christen sollten bezeugen, welch Gewinn es sei, eine Beziehung zu Gott zu haben. Gott traue es uns zu, dass wir Christen das Salz der Erde und das Licht der Welt sind. Dafür brauche es auch Taten, das bezeuge die Größe Gottes.

Beim Gottesdienst wurde insbesondere an den im August verstorbenen niederösterreichischen Superintendenten Paul Weiland gedacht, dem die Ökumene und diese Feier im Landhaus immer ein besonders großes Anliegen war.

Organisiert wurde der Gottesdienst vom Katholischen AkademikerInnenverband der Diözese St. Pölten und vom Ökumenischen Arbeitskreis NÖ-West. Folgende Kirchen sind darin vertreten: die römisch-katholische Kirche der Diözese St. Pölten, Evangelische Kirche A u. HB, Evangelisch-Methodistische Kirche, Altkatholische Kirche, Serbisch- und Russisch-Orthodoxe Kirche. Die Singgruppe Dunkelstein umrahmte die Feier musikalisch.