20 Jahre Ökumenisches Abendgebet in Großrust

Zu diesem besonderen Jubiläum lud der Dorferneuerungsverein „Zusammenhalten – Dorf gestalten“ in Kooperation mit dem Katholischen AkademikerInnenverband der Diözese St. Pölten („Schnittmenge 2 Vorstandsmitglieder“)   bei schönem Wetter auf den Kirchenplatz von Großrust, Marktgemeinde Obritzberg, ein.

Aufgrund der aktuellen COVID-19-Maßnahmen wurde die Feier zur Gänze im Freien vor dem ökumenischen Denkmal des Paudorfer Künstlers Leo Pfisterer abgehalten. Abgesehen davon wäre die Großruster Filialkirche St. Georg zu klein geworden! Der Kirchenplatz war daher nach Sonnenuntergang sehr stimmungsvoll beleuchtet worden und die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, unter ihnen auch Bürgermeisterin Daniela Engelhart, Vizebürgermeister Franz Hirschböck und einige Gemeinderäte, konnten im vorgeschriebenen Abstand auf den Bänken Platz nehmen.
Das heurige Abendgebet konnte mit einigen Besonderheiten aufwarten: Es war auch Bischof Alois Schwarz gekommen, der diesmal die Predigt hielt, in welcher er u. a. Bezug auf den ehemaligen Friedhof, der im 16. und 17. Jahrhundert als Begräbnisort der Evangelischen gedient hatte, nahm. Seit Anbeginn des Ökumenischen Abendgebetes vor 20 Jahren anlässlich der Neugestaltung des Kirchenplatzes und Beisetzung der hiebei gefundenen Gebeine war die Predigt sonst immer die „Aufgabe“ des stets daran teilnehmenden Superintendenten – zuerst von Paul Weiland, in der Folge von Lars Müller-Marienburg. Zum ersten Mal hat sich heuer Pastor Franz Strohmaier von der Freien Christengemeinde Großrust in die Gruppe der Zelebranten Bischof Alois Schwarz, Superintendent Lars Müller-Marienburg, Dechant P. Clemens Reischl OSB, Pfarrer Marek Jurkiewicz und Pfarrerin Baukje Leitner-Pijl eingereiht. Eine weitere Novität: 2 Chöre - der Evangelische Gospelchor Melk-Scheibbs unter der Leitung von Sybille von Both und das Obritzberger Ensemble Ephata, Leitung Christiana Prager, die (auch wirklich ökumenisch) sich untereinander vermischt positionierten und gemeinsam für die musikalische Begleitung sorgten, von Organisatorin Angelika Beroun-Linhart am Keyboard begleitet.
Und noch eine Premiere gab es: Bei seiner Danksagung am Ende dieses von allen als sehr stimmig und berührend empfundenen Gottesdienstes konnte der Obmann des Dorferneuerungsvereines Helmut Beroun den druckfrischen Kirchenführer präsentieren, der gegen eine Spende für die im nächsten Jahr geplante Renovierung des Gotteshauses überreicht wird. – Bei der anschließenden ökumenischen Begegnung vorm Feuerwehrhaus zeigten  sich dann die einheimischen und auswärtigen Gäste als sehr interessiert und dementsprechend spendenfreudig.

 

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